Schrittweise sollen die Geschäfte wieder öffnen, das haben Bund und Länder am Mittwoch beschlossen. Mehr Beschäftigte kehren an ihren Arbeitsplatz zurück. Jetzt hat die Bundesregierung zehn Regeln zum Arbeitsschutz veröffentlicht, die Arbeitnehmer vor Corona-Infektionen schützen sollen. Das sind die Eckpunkte:

Viel Abstand, wenig Kontakt

  • 1. Bestehender Arbeitsschutz gilt weiter: Die Corona-Regeln ersetzen nicht einfach die bestehenden Gesetze zum Arbeitsschutz, sondern sie ergänzen sie.
  • 2. Ärzte einbeziehen: Betriebsärzte und Fachärzte für Arbeitssicherheit sollen die Arbeitgeber bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen beraten. Beschäftigte sollen geschult werden – nötigenfalls auch telefonisch.
  • 3. Abstand von 1,5 Meter: Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern muss immer eingehalten werden. Das gilt draußen, drinnen und in Fahrzeugen. Das sollen die Arbeitgeber mit Absperrungen, Markierungen und Zugangsregelungen umsetzen.
  • 4. Minimalkontakt: Arbeitgeber sollen Abläufe so organisieren, dass die Beschäftigten möglichst wenig Kontakt zueinander haben. Das kann beispielsweise heißen, dass es keine Schichtübergaben mehr gibt oder Dienstpläne so umgestellt werden, dass immer die gleichen Kollegen zusammenarbeiten.

Besonders auf Hygiene achten

  • 5. Wer krank ist, bleibt zu Hause: Wer irgendwelche Krankheitssymptome hat, muss zu Hause bleiben oder den Arbeitsplatz verlassen. Das gilt auch für leichtes Fieber, jegliche Erkältungsanzeichen oder Atemnot.
  • 6. Mundschutz oder Schutzscheiben: Wenn möglich sollen Schutzscheiben angebracht werden. Wenn das nicht geht, sollen Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für alle stellen, die sich in den Räumlichkeiten aufhalten – also für Beschäftigte, Kunden und beispielsweise externe Dienstleister.
  • 7. Zusätzliche Hygienemaßnahmen: Waschgelegenheiten an Ein- und Ausgängen sollen zur Verfügung stehen, Räume sollen häufig gereinigt werden und auf die Einhaltung von Nies- und Hustenetikette soll besonders geachtet werden.

Beschäftigte schützen und informieren

  • 8. Risikogruppen schützen: Für Menschen in Risikogruppen muss der Arbeitgeber die nötigen individuellen Schutzmaßnahmen ergreifen. Individuelle Beratung zu Gesundheitsgefahren beim Betriebsarzt soll möglich sein.
  • 9. Kooperation mit Gesundheitsbehörden: Um bei Infektionen schnell reagieren zu können, sollen Arbeitgeber mit den Gesundheitsbehörden kooperieren. Es soll feste Ansprechpartner geben, denen ein Infektionsverdacht mitgeteilt wird.
  • 10. Aktive Kommunikation: Führungskräfte sollen klar machen, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten Priorität haben. Der Grundsatz soll sein: Gesundheit geht vor.

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Quellen: