Die Bundesagentur für Arbeit warnt aktuell vor Betrügern. Mit Hilfe von E-Mails wird versucht, persönliche Daten von Firmeninhabern und Mitarbeitern abzugreifen. Nach Erhalt der Daten, sollen Unternehmen angeblich Kurzarbeitergeld gewährt bekommen.

Betrüger nutzen Unwissenheit

Das Thema Kurzarbeit beschäftigt aufgrund der Corona-Krise eine Vielzahl von Unternehmen. Für den Großteil ist das Thema Neuland. Genau diese Unwissenheit wollen sich Betrüger derzeit zunutze machen.

Achtung: Haben Sie eine Mail erhalten?

Sollten Sie in den vergangenen Tagen eine Nachricht mit dem Absender kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de erhalten haben, löschen Sie diese Nachricht, beziehungsweise antworten Sie auf diese auf keinen Fall.

Auch wenn der Absender anderes vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine wichtige Nachricht, sondern um einen Betrugsversuch. Das stellt die Bundesagentur für Arbeit derzeit in einer Warnung an deutsche Unternehmen und Firmen klar.

Persönliche Daten, um Kurzarbeitergeld zu erhalten

Laut der BA erhalten derzeit viele Unternehmen und Arbeitgeber aus ganz Deutschland unseriöse E-Mails von dem bereits genannten Absender. In der Mail werden die Adressaten aufgefordert, konkrete Angaben zu ihrer Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten.

Daten landen nicht bei der BA

Die Bundesagentur für Arbeit hat bei Twitter einen Screenshot der betrügerischen E-Mail veröffentlicht. Diesem ist zu entnehmen, dass neben Namen und Adressen auch explizit nach Steuer-ID, Sozialversicherungsnummer und der Nummer des Personalausweises verlangt wird. Was genau mit den Daten passiert ist nicht ganz sicher.

Fest steht jedoch, dass sie nicht bei der Bundesagentur für Arbeit landen und Unternehmen auf diesem Weg auch kein Kurzarbeitergeld erhalten.

Persönliche Daten für weitere Betrugsversuche

Derzeit wird davon ausgegangen, dass Kriminelle die Daten für weitere Betrugsversuche nutzen wollen. Möglicherweise in Form von zugeschnittenen Mails an die Mitarbeiter, deren Daten sie dann besitzen.

Hinweis: BA stellt keine Aufforderung per Mail

Die Bundesagentur für Arbeit stellt erneut klar: Arbeitgeber werden nicht per Mail aufgefordert, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Alle Informationen erhalten Betriebe telefonisch.

Sofern Sie Kurzarbeitergeld beantragen möchten, können Sie dies über das Telefon oder mit Hilfe eines Onlineformulars der Bundesagentur für Arbeit tun. Antworten Sie auf keinen Fall auf eine E-Mail des oben genannten Absenders.

Quellen: