Sie haben bereits lange im Voraus eine Reise nach China gebucht und möchten Ihre Reise aufgrund des dort ausgebrochenen Coronavirus lieber umbuchen oder stornieren? Erfahren Sie hier Ihre Möglichkeiten.

Touristenattraktionen aktuell nicht mehr zugänglich

Nach wie vor steigt die Anzahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen. Der Virus, der Grippe-ähnliche Symptome aufweist, ist mittlerweile ebenfalls in anderen Ländern aufgetaucht. Auch in Deutschland gibt es einen nachgewiesenen Fall.

China selbst hat bereits in einigen Punkten reagiert. So wurden beispielsweise Ein- und Ausreisen aus der Millionenstadt Wuhan gestoppt. Dort soll der Erreger erstmals aufgetaucht sein. Auch in einigen weiteren Teilen Chinas ist das Reisen unmöglich oder stark eingeschränkt. So sind zum Beispiel die Attraktionen wie die Verbotene Stadt in Peking und Teile der Großen Mauer nicht mehr zugänglich.

Reisen nach China wenn möglich verschieben

Die Weltgesundheitsorganisation hat trotz der rasanten Zunahme der nachgewiesenen Infektionen bisher keine Notlage ausgerufen. Allerdings rät das Auswärtige Amt in einem entsprechenden Sicherheitshinweis, nicht unbedingt erforderliche Reisen nach China, also auch Urlaube, zu verschieben. Pauschaltouristen können bereits in einigen Fällen von der Reise zurücktreten oder bekommen zumindest einen Teil der Reise erstattet. Für Flüge, die aufgrund von Quarantäne ausfallen, erhalten auch Individualreisende ihr Geld zurück.

Sagen diese allerdings Ihren Flug nach beispielsweise Peking auf eigenen Wunsch ab, bleiben Sie auf den Stornokosten sitzen. Grund: Die aktuelle Situation und die daraus resultierende Angst vor Ansteckung reicht nicht aus, um sein Geld gebührenfrei zurück zu bekommen. Das wäre im Fall von Individualtouristen nur möglich, wenn das Auswärtige Amt tatsächlich eine Reisewarnung aussprechen würde.

Hinweis: Bei Individualreisen an Anbieter wenden

Haben Sie Ihren Urlaub individuell gebucht, also etwa das Hotel direkt beim Inhaber, müssen Sie sich im Fall einer Reisestornierung an die jeweiligen Anbieter wenden.

Reiseanbieter kontaktieren

Sollten Sie bereits vor langer Zeit eine Reise gebucht haben, die Sie jedoch momentan nicht antreten wollen, sollten Sie zunächst Ihren Reiseveranstalter kontaktieren. Dieser könnte Ihnen, sofern er die Reise nicht von sich aus absagt, aus Kulanz eine Umbuchung anbieten.

Achtung: Ihnen steht kein Schadensersatz zu

Sofern eine Reise aufgrund von sogenannten außergewöhnlichen Umständen abgesagt werden muss, steht Ihnen als Kunde kein Schadensersatz wegen „vergangener Urlaubsfreude“ zu.

Einige Reiseveranstalter haben Reisen bereits abgesagt

Die Reiseveranstalter Studiosus und Marco-Polo-Reisen haben bereits alle China-Reisen bis Mitte April abgesagt. Zusätzlich bietet Studiosus seinen Kunden die Möglichkeit bei einer geplanten Abreise bis zum 31. Mai kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Auch TUI- und Lufthansa-Kunden haben die Möglichkeit für die kommenden Wochen kostenfrei auf einen anderen Termin umzubuchen.

 

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