Das neue Jahr hat begonnen – und mit ihm kommen einige gesetzliche Neuerungen. Sowohl für Mieter als auch für Eigentümer ändert sich einiges. Wir haben die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst.

Drei Gesetze sollen Mieten deckeln

Mieter waren in den vergangenen Jahren durch teilweise dramatisch steigende Mieten stark unter Druck. Deswegen versucht die Politik nun gegenzusteuern und hat einige Gesetze auf den Weg gebracht, die Mieter finanziell entlasten sollen. Zwei dieser Gesetze sind schon verabschiedet, ein dritter Gesetzentwurf wird der Bundesregierung noch vorgelegt.

Mietpreisbremse wird strenger

Die Mietpreisbremse sollte eigentlich Ende 2019 auslaufen. Sie regelt Neu- oder Wiedervermietungen in bestimmten Gebieten. Dort darf die neue Miete nicht teurer sein als die ortsübliche Vergleichsmiete plus 10 %. Nun wird die Deckelung bis 2025 verlängert und in diesem Zuge auch im Sinne der Mieter angepasst.

  • Die Vergleichsmiete wird in Zukunft zum Vorteil der Mieter anders berechnet.
  • Bis zu zweieinhalb Jahre können Mieter nun rückwirkend zu viel gezahlte Miete zurückfordern.
  • Rückforderungen sind auch möglich, wenn die Mieter die zu hohe Miete nicht zuvor gerügt haben.

Berliner Mietendeckel kommt

In Berlin startet der Mietendeckel. Die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen sollen für fünf Jahre auf dem Stand von Mitte 2019 bleiben. Außerdem werden Obergrenzen für Neuvermietungen festgelegt. Werden die Grenzen um mehr als 20 % überschritten, sollen auch Bestandsmieten gesenkt werden können.

Gesetz gegen Mietwucher

Die Politik will Mietwucher einen Riegel vorschieben. Wenn die eigene Miete mehr als 20 % höher ist als die ortsübliche Vergleichsmiete und es gleichzeitig nur wenig günstigen Wohnraum gibt, sollen Mieter sich künftig besser wehren können. Dem Vermieter sollen dann Bußgelder von 50.000 EUR bis 100.000 EUR drohen.

Neue Berechnung für Grundsteuer

Auch für Eigentümer ändert sich einiges. Besonders wichtig sind die Grundsteuer-Reform und die Neuregelungen bei der Maklerprovision.
Die Grundsteuer wird in Zukunft anders berechnet. Bodenwert und Miete sollen nun stärker in die Höhe der Steuer einfließen, die sich bisher vor allem nach dem Wert des Grundstücks richtet. Manche Länder werden aber wohl eigene Regeln einführen. Die neuen Beträge sind ab 2025 zu zahlen.

Hinweis: Grundsteuer betrifft Eigentümer

Die Grundsteuer zahlen Hauseigentümer. Für Wohnungseigentümer fallen meist einige hundert Euro im Jahr an. Besitzer von Mietshäusern zahlen mehr. Sie dürfen die Steuer auf ihre Mieter umlegen.

Feste Aufteilung bei Maklerprovision

Wichtig für Käufer und Verkäufer von Immobilien: Wer die Kosten in Höhe von 7,14 % des Kaufpreises für einen Makler trägt, soll stärker geregelt werden. Bisher gelten dabei unterschiedliche Regeln von Bundesland zu Bundesland. Doch das soll sich ändern: In Zukunft sollen Käufer nur noch höchstens die Hälfte der Maklergebühren zahlen – egal wer den Makler bestellt hat.

Dabei müssen die Vertragsparteien die konkrete Regelung in Zukunft schriftlich festhalten und der Makler muss von Käufer und Verkäufer jeweils 50 % der Provision zu verlangen. Die Regeln sollen im Sommer oder Herbst 2020 in Kraft treten.

 

Quellen