Immer mehr Menschen entscheiden sich für Wohnungseigentum. Doch mit einer Eigentumswohnung kommt auch häufig eine Hausverwaltung mit ins Spiel. Einige Hausverwaltungen nutzen das Vertrauen der Eigentümer jedoch aus. Worauf Sie genau bei einer Hausverwaltung achten müssen, erfahren Sie hier.

Welche Aufgaben hat eine Hausverwaltung?

Welche Aufgaben die Hausverwaltung hat, hängt davon ab, ob es sich um einen WEG-Verwalter oder einen Miethausverwalter handelt. Lediglich die Aufgaben des WEG-Verwalters sind gesetzlich geregelt, nämlich im Gesetz über das Wohnungseigentum. Gemäß § 27 WEG hat der Verwalter daher folgende Aufgaben:

  • Beschlüsse der Wohnungseigentümer durchführen
  • sich um die Einhaltung der Hausordnung kümmern
  • sich um die Instandhaltung und Instandsetzung des Eigentums kümmern
  • die gemeinschaftlichen Gelder der WEG verwalten
  • sich um Verträge für Öl- und Gaslieferungen, Handwerker oder Reinigungskräfte kümmern
  • die Jahresabrechnung der Hausgelder übernehmen

Hinweis: Aufgaben der Miethausverwaltung

Die Miethausverwaltung kümmert sich um die finanziellen, technischen und rechtlichen Angelegenheit des Mietshauses. Die WEG-Verwaltung hingegen betreut das gemeinschaftliche Eigentum der Wohnungseigentümerschaft.

Vorhandene Hausverwaltung: Auf welche Punkte müssen Sie achten?

Wenn Sie Eigentum an einer Wohnung erwerben und bereits eine Hausverwaltung vorhanden ist, dann sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Verträge prüfen: Sie sollten sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Verträge die Hausverwaltung abgeschlossen hat. Hier sollten Sie darauf achten, welche Leistungen überhaupt vereinbart wurden und welche Kosten hierfür tatsächlich anfallen.
  • Hausverwaltung auffordern: Sollten Sie feststellen, dass die Hausverwaltung Verträge abgeschlossen hat, die zu teuer sind, haben Sie auch die Möglichkeit, die Hausverwaltung aufzufordern, Angebote von anderen Firmen einzuholen. So können Sie verhindern, dass Sie die Kosten für einen überteuerten Altvertrag übernehmen müssen.
  • Rechnungen überprüfen: Auch die Jahresabrechnung durch die Hausverwaltung sollten Sie nicht ohne Weiteres hinnehmen. Überprüfen Sie diese Rechnung, indem Sie sich notfalls die erforderlichen Belege vorlegen lassen. Prüfen Sie weiterhin, ob es ggf. Gutschriften gegeben hat, die die Hausverwaltung nicht mit aufgeführt hat. Hierzu können Sie sich eine Liste aller Geldbewegungen aushändigen lassen.
  • Austausch suchen: Zudem sollten Sie an den Treffen der Eigentümergemeinschaft teilnehmen. So können Sie sich mit den anderen Eigentümern austauschen und über Punkte bezüglich der Hausverwaltung sprechen.

Worauf müssen Sie achten, wenn Sie eine Hausverwaltung suchen?

Da im Grunde jeder die Aufgaben eines WEG-Verwalters übernehmen kann, ist es gar nicht so einfach, eine seriöse Hausverwaltung zu finden. Bei Ihrer Suche sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Ist der Anbieter hauptberuflich tätig? Damit Sie einen guten und umfangreichen Service erhalten, kann es von Vorteil sein, wenn der Anbieter seine Tätigkeit hauptberuflich ausübt.
  • Wie ist die Hausverwaltung organisiert? Wenn der Anbieter bereits bei einer Anfrage unregelmäßig oder nur sehr spät antwortet, kann dies ein Indiz für eine schlechte Organisation sein. Gerade für eine Hausverwaltung ist ein guter und stetiger Kontakt jedoch das A und O.
  • Sind kaufmännische Kenntnisse vorhanden? Da es bei einer Hausverwaltung viel um Zahlen geht, sollte der Anbieter auf jeden Fall gute kaufmännische Kenntnisse vorweisen können.
  • Wo ist der Sitz der Verwaltung? Positiv ist es zudem, wenn die Hausverwaltung ihren Sitz in der Nähe Ihres Objektes hat. So ist ein schnelles Handeln gewährleistet.

 

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