Im Jahr 2018 waren deutsche Arbeitnehmer im Schnitt 18,5 Tage krank. Das geht aus einem Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Erfahren Sie hier, wie Sie in einem Krankheitsfall vorgehen sollten und was Sie trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung tun dürfen.

Arbeitgeber umgehend über Krankheit informieren

Zunächst einmal gilt: Wer sich krank fühlt, hat das seinem Arbeitgeber spätestens zu Beginn der eigentlichen Arbeitszeit mitzuteilen. Ab dem vierten Fehltag ist zudem eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) vorzulegen. Geschieht das nicht, können Lohnkürzungen drohen. Auch zu einer Abmahnung oder gar einer Kündigung kann es in Sonderfällen kommen.

Regelungen können je nach Unternehmen variieren

Generell können Unternehmen auch ihre eigenen Regelungen festlegen. Dadurch ist die AU manchmal auch schon ab dem ersten, beziehungsweise zweiten Krankheitstag fällig. Die entsprechenden Klauseln sind in dem Arbeitsvertrag festzuhalten.

Achtung: Sonderregelung bei Wochenenden

Wer sich freitags krank meldet und am Montag noch immer nicht arbeiten kann, benötigt eine Krankmeldung, die auf den Freitag, also den ersten Krankheitstag, datiert ist. Das Wochenende zählt in diesem Fall mit in die 4-Tage-Regelung.

Arbeitgeber trägt Fürsorgepflicht

Wer sich schneller gesund fühlt, als vom Arzt prophezeit wurde, darf die Arbeit auch schneller wieder aufnehmen. Allerdings trägt der Arbeitgeber die Fürsorgepflicht für seine Angestellten. Folglich ist er berechtigt die Arbeitnehmer nach eigenem Ermessen zurück nach Hause zu schicken oder auch, sofern vorhanden, den Betriebsarzt einzuschalten.

Was ist trotz Krankschreibung erlaubt?

Wer krankgeschrieben ist, darf das Haus sorgenfrei verlassen. Weder Spaziergänge noch Einkäufe müssen aufgrund der Krankschreibung vermieden werden. Grundsätzlich gilt: Es ist alles erlaubt, was die Heilung nicht verzögert. Wer im Urlaub krank wird, bekommt verlorene Tage übrigens zurück. Voraussetzung dafür ist eine schriftlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag.

Hinweis: Sie haben weitere Fragen zum Thema Krankschreibung?

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie sich als Arbeitnehmer richtig krankmelden und Nachteile vermeiden können. In unserem Ratgeber finden Sie auch eine Vorlage für eine Krankmeldung.

 

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