Sie sind schon länger unzufrieden in Ihrem Job oder wollen sich beruflich weiterentwickeln? Dann ist ein neuer Job meist die einzige Möglichkeit. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für eine Kündigung und wie verabschiedet man sich am elegantesten von seinem jetzigen Arbeitgeber?

Wie formulieren Sie eine Kündigung richtig?

Damit Ihre Kündigung auch wirksam ist, muss diese schriftlich erfolgen. Dies ergibt sich aus § 623 BGB. Eine Kündigung per E-Mail reicht jedoch nicht aus, denn Ihre Kündigung muss auch immer eine handschriftliche Unterschrift enthalten.

Weiterhin müssen Sie bei Ihrem Kündigungsschreiben einige Formalien einhalten:

  • Geben Sie Ihren vollständigen Namen und Adresse im Absenderfeld an
  • Im Empfängerfeld geben Sie die Adresse des Arbeitgebers an
  • Vergessen Sie auf keinen Fall das Datum
  • In der Betreffzeile empfiehlt es sich, den Begriff “Kündigung” zu wählen
  • Am Ende muss Ihre Kündigung handschriftlich unterschrieben werden

Einen Grund für eine ordentliche Kündigung müssen Sie nicht angeben. Die kurze Angabe eines Grundes und eine Dankesformel wirken jedoch diplomatischer. Sie müssen nämlich immer bedenken, dass man sich im Leben immer zweimal sieht.

Hinweis: Andere Regelung bei außerordentlicher Kündigung

Bei einer außerordentlichen Kündigung müssen Sie jedoch Gründe angeben, was Sie dazu bewegt hat, das Arbeitsverhältnis zu kündigen.

Welche Fristen müssen Sie bei der Kündigung beachten?

Damit Ihre Kündigung wirksam ist, muss diese zudem fristgerecht eingehen. Die Kündigungsfristen können Sie entweder Ihrem Arbeitsvertrag oder in dem geltenden Tarifvertrag entnehmen. Sollten diese keinen Kündigungsfristen enthalten, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Sie ergeben sich aus § 622 BGB. Beachten Sie, dass diese Regelungen auch für befristete Arbeitsverträge gilt.

Natürlich gelten diese Kündigungsfristen nicht bei einer fristlosen Kündigung. Hier müssen Sie jedoch eine Begründung angeben, warum Sie das Arbeitsverhältnis fristlos kündigen wollen. Weiterhin muss die Kündigung innerhalb von zwei Wochen erfolgen, nachdem Sie Kenntnis von den für die Kündigung maßgeblichen Tatsachen erlangt haben.

Wo sollten Sie die Kündigung abgeben und wann gilt diese als zugestellt?

Damit Ihre Kündigung auch tatsächlich ankommt, können Sie diese entweder persönlich beim Vorgesetzten oder in der Personalabteilung abgeben. Der Arbeitgeber ist in diesem Fall nicht verpflichtet, Ihnen ein Empfangsbekenntnis auszustellen. Damit Sie jedoch trotzdem einen Nachweis haben, können Sie Ihre Kündigung in zweifacher Ausfertigung abgeben und sich auf dem Duplikat den Erhalt mit Datum bestätigen lassen.

Sollten Sie die Kündigung per Post verschicken, sollten Sie die Kündigung direkt an den Arbeitgeber adressieren und diese per Einschreiben-Rückschein versenden.

Was sollten Sie nach der Kündigung beachten?

Als Arbeitnehmer haben Sie gemäß § 630 BGB einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Wenn Sie dieses nicht bereits im Kündigungsschreiben mit angefordert haben, sollten Sie dies in jedem Fall nachholen.

Weiterhin sollten Sie daran denken, sich arbeitslos zu melden. Zwar erhalten Sie, sofern Sie selbst gekündigt haben, in den ersten drei Monaten kein Arbeitslosengeld. Jedoch gibt es Ausnahmen von dieser Sperrzeit:

  • Sie hatten eine feste Zusage für einen anderen Job
  • Sie haben gekündigt um mit Ihrem Ehe-/Lebenspartner zusammenzuziehen
  • Sie bilden eine Erziehungsgemeinschaft, um Ihr Kind besser betreuen zu können
  • Sie waren nachweislich mit Ihrem Job überfordert

 

Quellen:

Bürgerliches Gesetzbuch