Die Corona-Krise geht weiter. Nun hat die große Koalition unter anderem auch das Kurzarbeitergeld verlängert. Sie hat außerdem weitere Hilfen für Arbeitnehmer und Unternehmen beschlossen. So sollen Kurzarbeiter künftig bis zu 24 Monate statt zwölf Monate Lohnersatz bekommen. Die Unterstützung könnte Millionen Arbeitnehmern helfen, die im Moment wegen der Pandemie in Kurzarbeit sind.

Welche Sonderregeln gelten beim Kurzarbeitergeld?

Als Reaktion auf die Krise hat die Regierung einen erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Außerdem bekommen Arbeitnehmer in Kurzarbeit weiterhin mehr Geld. Diese Verbesserungen sollen nun bis Jahresende 2021 gelten. Das bedeutet, Arbeitnehmer bekommen folgendes Gehalt bei Kurzarbeit:

Ab dem vierten Monat:

  • Arbeitnehmer mit Kindern bekommen bis zu 77 % des Verdienstausfalls.
  • Arbeitnehmer ohne Kinder bekommen bis zu 70 % des Verdienstausfalls.

Ab dem siebten Monat:

  • Arbeitnehmer mit Kindern bekommen bis bis zu 87 % des Verdienstausfalls.
  • Arbeitnehmer ohne Kinder bekommen bis zu 80 % des Verdienstausfalls.

Die Kosten für das verlängerte Kurzarbeitergeld trägt der Bund: Die Bundesanstalt für Arbeit bekommt dafür Bundeshilfen, die sie nicht zurückzahlen muss. Die Kosten für die Maßnahme sollen bei rund zehn Milliarden Euro liegen.

Hinweis: Regierung will Umrüstung von Klimaanlagen finanzieren

500 Millionen Euro will die Regierung bereitstellen, um bis Ende 2021 Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten Corona-gerecht umzurüsten. Die Anlagen sollen die Luft dann besser filtern, so dass die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen reduziert wird.

Weitere Verlängerung beim Kurzarbeitergeld möglich

Auch bei den Sozialversicherungsbeiträgen springt der Bund ein. Die Sozialversicherungsbeiträge der Kurzarbeiter zahlt er bis 30. Juni 2021 komplett. Bis Ende des Jahres zahlt er noch die Hälfte. Wenn die Firmen aber Weiterbildungsmaßnahmen während der Kurzarbeit ermöglichen, sollen die Beiträge auch dann vollständig erstattet werden.

Hinweis: Hilfen für Unternehmen und Bildung beschlossen

Nicht nur Arbeitnehmer profitieren vom neuen Hilfspaket. Auch die Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht will die Regierung verlängern. Außerdem ist eine digitale Bildungsoffensive geplant.

Die Koalition hielt sich aber auch eine weitere Verlängerung des Kurzarbeitergeldes offen: Im Lichte der Corona-Pandemie werde „bei Bedarf über weitere Anpassungs- und Veränderungsbedarfe beraten“, so steht es im Beschlusspapier der Koalitionsspitzen.

Rechtliche Hilfe bei Kurzarbeit

Ist Ihr Arbeitsplatz von der Corona-Krise betroffen? Erhalten Sie rechtliche Hilfe bei Kurzarbeit.

  • Sie erhalten eine schnelle Einschätzung Ihrer Situation
  • Erfahrene Partneranwälte bearbeiten Ihren Fall
  • Diese haben bereits mehr als 50.000 Fälle gelöst
Erstberatung erhalten
>Rechtliche Hilfe bei Kurzarbeit

 

Quellen:

  • AFP