Verkehrsdelikte werden je nach Grad des Verstoßes neben dem Bußgeld auch mit Punkten in Flensburg geahndet. Bei acht Punkten droht das Fahrverbot. Ist es möglich, die Punkte trotz Delikt zu vermeiden? Etwa durch die Zahlung eines höheren Bußgeldes?

Vergabe von Punkten ist gesetzlich geregelt

Bei bestimmten Verkehrsverstößen drohen die sogenannten Punkte in Flensburg. Je nach Ausmaß des Verstoßes wird er mit einem bis drei Punkten bestraft. Bei acht Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen. Wann ein Punkt verhängt wird, entscheidet weder ein Richter noch ein Sachbearbeiter. Stattdessen ist die Vergabe gesetzlich geregelt. Folglich ist die Verhandlung über die Vergabe von Punkten rechtlich nicht möglich. Durch die Zahlung eines höheren Bußgeldes lässt sich der Punkt somit auch nicht vermeiden.

Punkte verfallen nach einer gewissen Zeit

Jede Person hat ein eigenes Punktekonto. Nach zweieinhalb Jahren verfällt ein Punkt. Bei unter fünf Punkten besteht zudem die Möglichkeit, an einem Fahreignungsseminar teilzunehmen und die Punkte so abzubauen.

Hinweis: Punkteabbau nicht unbegrenzt möglich.

Sobald Sie mehr als fünf Punkte in Flensburg haben, ist der Punkteabbau nicht mehr möglich.

Prüfung des Bußgeldbescheides kann sich lohnen

Allerdings gibt es trotzdem die Möglichkeit, Punkte zu vermeiden. Nämlich indem Sie den Tatvorwurf entkräften oder diesen abmildern. Den Tatvorwurf entkräften können Sie zum Beispiel, wenn Sie auf dem entsprechenden Foto gar nicht zu erkennen sind. Können Sie bei dem Vorwurf eines Rotlichtverstoßes nachweisen, dass die Ampel noch gelb war, können Sie den Tatvorwurf abmildern. Ein spezialisierter Rechtsanwalt kann zudem überprüfen, ob beispielsweise der Blitzer falsch geeicht war oder im Bußgeldbescheid Fehler enthalten sind.

Punktehandel ist illegal

Um einem drohenden Fahrverbot zu entkommen oder den Punkteeintrag in Flensburg zu umgehen, ziehen manche Autofahrer in Erwägung, ihre Punkte gegen Geld abzugeben. Das funktioniert wie folgt: Eine andere Person gibt gegenüber der Bußgeldbehörde vor, den jeweiligen Verkehrsverstoß begangen zu haben. Sie nimmt den Punkt also auf sich.

Doch Achtung: Der Punktehandel ist illegal. Sowohl die Person, die ihre Punkte abgeben will als auch die Person, die die Punkte auf sich nimmt, macht sich strafbar.

Hinweis: Entscheiden Sie sich für das Fahreignungsseminar

Von illegalen Geschäften mit Punkten sollten Sie die Finger lassen. Stattdessen sollten Sie die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar in Betracht ziehen.

Ihren aktuellen Punktestand können Sie übrigens über das Kraftfahrt-Bundesamt kostenlos erfragen.

Quellen: