Die Corona-Krise bedroht viele Jobs in Deutschland. Beschäftigte, deren Jobs in Gefahr sind, können sich absichern. So sollten Sie vorgehen, wenn Sie eine Entlassung befürchten oder die Kündigung schon auf dem Tisch liegt.

Arbeitslosenzahl steigt stark an

Dass die Corona-Krise nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorbeigehen wird, ist schon länger klar. Nun kommen die ersten Massenentlassungen. Allein im Mai stieg die Zahl der Arbeitslosen um 170.000. Die Liste der betroffenen Unternehmen ist lang. Bislang ist die Rede von Massenentlassungen beispielsweise bei:

  • Lufthansa (22.000 Stellen stehen auf dem Spiel)
  • Karstadt/Galeria Kaufhof (6.000 Stellen sollen wegfallen)
  • BMW (6.000 Stellen sollen gestrichen werden)
  • Daimler (15.000 Kündigungen drohen)

Berufsrechtsschutz rechtzeitig abschließen

Was aber können Beschäftigte tun, die sich Sorgen um ihren Job machen? Wichtig ist vor allem, dass sie schnell handeln. Wer bisher keine Rechtsschutzversicherung hat, sollte zügig eine solche Versicherung abschließen.

Die meisten Rechtsschutzversicherungen haben eine Wartezeit von drei Monaten. Das bedeutet, dass die Versicherung nur bei Schadensfällen zahlt, die frühestens drei Monate nach Vertragsabschluss eintreten. Es gibt aber auch Rechtsschutzversicherungen, die diese Wartezeit nicht vorschreiben.

Drei Monate Wartezeit beachten

Zumindest Beschäftigte in Einzelhandel, Autoindustrie und Flugverkehr sollten darauf achten, dass sie eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit abschließen, um auf der sicheren Seite zu sein. Außerdem ist wichtig, dass die Versicherung Arbeitsrecht abdeckt. Sie brauchen also eine Arbeitsrechtsschutzversicherung.

Ob Sie nun eine Rechtsschutzversicherung haben oder nicht, sobald Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie einen Anwalt zu Rate ziehen. Denn mit diesem Datum beginnen wichtige Fristen. Wenn Sie noch vor der Kündigung oder am Tag der Kündigung mit einem Anwalt sprechen, können Sie klären, ob in Ihrem Fall die Möglichkeit besteht, die Kündigung nicht anzunehmen.

Nur drei Wochen Frist für Kündigungsschutzklage

Außerdem beginnt mit Erhalt der Kündigung die dreiwöchige Frist fürs Einreichen einer Kündigungsschutzklage. Wenn Sie nicht in den ersten drei Wochen nach Erhalt der Kündigung Klage erheben, ist eine Klage nicht mehr möglich. Sie müssen also schnell sein, um sich Ihre Ansprüche zu sichern.

Formell klagen Sie bei einer Kündigungsschutzklage zwar immer, um zu erreichen, dass Ihr Arbeitgeber Sie weiter beschäftigt. Tatsächlich geht es aber in vielen Konstellationen auch darum, eine höhere Abfindung zu erreichen.

Anwälte erreichen oft höhere Abfindungen

Im Fall der aktuellen Karstadt-Entlassungen beispielsweise sollen die Abfindungen gedeckelt werden. Ein spezialisierter Anwalt kann für Sie prüfen, ob Sie mehr herausholen können. Auch bei den Angeboten zur vorläufigen Weiterbeschäftigung in den sogenannten Beschäftigungs- und Fortbildungsgesellschaften sollten Sie Vorsicht walten lassen. Ein Anwalt kann Ihnen helfen, aus Ihren Optionen die für Sie beste Lösung zu finden.

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