Um zu vermeiden, potenziellen Betrügern zum Opfer zu fallen, sollte die Jahreszahl 2020 bei Datumsangaben ausgeschrieben und nicht mit einer bloßen 20 abgekürzt werden.

Polizei und Behörden warnen vor der Kurzform

Seit Kurzem befinden wir uns im Jahr 2020. Hat man sich erstmal an die neue Jahreszahl gewöhnt, kürzt man sie gern auch direkt ab. Wer Dokumente ausfüllt, muss nun besonders achtsam sein. So war das Abkürzen der Jahreszahlen in den Vorjahren noch kein Problem. Das aktuelle Jahr weist nun allerdings Tücken auf. Verbraucherschützer warnen deshalb davor, die verkürzte Schreibweise in Verträgen oder anderen schriftlichen Regelungen und Dokumenten zu verwenden.

Dokumente können einfach umdatiert werden

Betrüger und Kriminelle können Fristen durch das spätere Hinzufügen von zwei weiteren Zahlen manipulieren, ohne dass es auffällt.

Eine Abkürzung lädt besonders zur Fälschung folgender Dokumente ein:

  •         Verträge
  •         Quittungen
  •         Gutscheine
  •         Urkunden

Vorsicht ist auch bei elektronischen Dokumenten geboten. Diese lassen sich nämlich noch einfacher fälschen als handschriftliche Dokumente.

Abkürzung im Idealfall abgewöhnen

Wer aus Gewohnheit die Jahreszahl abkürzt, läuft Gefahr mit einer einfachen „20“ möglichen Betrugsdelikten zum Opfer zu fallen. Daher sollten Sie beim Abkürzen besonders wachsam sein und es sich am besten abgewöhnen.

Ira Rheingold, Geschäftsführer der Vereinigung von Verbraucherrechtsanwälten in den USA, erklärte gegenüber einer Zeitung, dass Betrüger diese Tatsache zu ihrem Vorteil nutzen könnten, um zusätzliches Geld einzutreiben. Auch Kündigungsfristen könnten im Nachhinein manipuliert werden.

Beispiel: Wie können Betrüger die abgekürzte Jahreszahl zu ihrem Vorteil nutzen?

Fristen können vordatiert oder auch in die Vergangenheit gesetzt werden. Verpflichten Sie sich beispielsweise zu einer Ratenzahlung ab dem 1. Februar 2020 und nutzen die Abkürzung „01.02.20“ kann ein Betrüger das Datum auch in den 01.02.2019 oder früher fälschen. Das hätte zur Folge, dass Sie ein Jahr länger Zahlungen zu leisten hätten und plötzlich sogar im Rückstand stehen.

Aktuell sind keine derartigen Fälle bekannt

Auch wenn derartige Fälle bisher noch nicht bekannt sind, ist das Risiko laut Verbraucherschützern nicht von der Hand zu weisen. Sichern Sie sich daher ab und schreiben Sie die Jahreszahl 2020 bei Datumsangaben vollständig aus. So vermeiden Sie die Möglichkeit des Verfälschens.

 

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