Nachdem ein Mieter mehrfach den Hausfrieden störte, indem er seine Nachbarn beleidigte und im Treppenhaus herumschrie, kündigte der Vermieter das Mietverhältnis. Das Amtsgericht München unterstütze diese Entscheidung mit seinem Urteil (Az.: 417 C 4799/19).

Mieter belästigt mehrfach seine Nachbarn durch Geschrei und Beleidigungen

Der 70-jährige Mieter bewohnte bereits seit 1992 eine Eineinhalb-Zimmer-Wohnung in München. Vermietet wird die Wohnung von einer Wohnungsbaugenossenschaft. Am 26.02.2019 erhielt der Mieter eine Räumungsklage. Diese wurde damit begründet, dass der 70-jährige massiv den Hausfrieden gestört habe. Mehrfach habe er im Treppenhaus herumgeschrien und seine Nachbarn lautstark beschimpft. Sein Verhalten änderte sich auch nach dem Einschreiten der Polizei und einer schriftlichen Abmahnung nicht.

Mieter wehrt sich gegen Kündigung

Der Mieter wies die Kündigung zurück und gab an, dass die Vorwürfe der Ruhestörung nicht der Wahrheit entsprächen.  Er habe sich immer ruhig verhalten und seine Miete stets pünktlich überwiesen. Mehrere Nachbarn bestätigten jedoch vor Gericht, dass der beklagte Mieter Sie mehrfach beleidigt und im Treppenhaus herumgeschrien habe. Eine ältere Nachbarin gab zudem an, dass sie Angst vor dem Beklagten habe.

AG hält Beendigung des Mietverhältnisses für rechtmäßig

Der zuständige Richter empfahl dem Beklagten den Abschluss eines Räumungsvergleichs. In diesem könne unter anderem eine ausreichende Räumungsfrist vereinbart werden. Der Beklagte lehnte dies jedoch ab. Ferner gab das Amtsgericht München der Klägerin Recht. Unter Anbetracht der Vorfälle sei dem Vermieter kein fortlaufendes Mietverhältnis zuzumuten und die Beendigung daher berechtigt.

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