Massenentlassungen sind nicht so schnell und einfach wie es im ersten Moment klingt. Es lohnt sich für Arbeitnehmer durchaus, sich dagegen zu wehren – besonders wenn für sie ein besonderer Kündigungsschutz gilt.

Hohe rechtliche Anforderungen für Massenentlassungen

Auch die Wirtschaft leidet unter Corona, das ist kein Geheimnis. Lufthansa, Karstadt und Daimler sind nur einige der Konzerne, bei denen jetzt Massenentlassungen drohen. Für Beschäftigte ist das bitter. Oft ist ihre Situation aber nicht so aussichtslos, wie sie im ersten Moment erscheinen mag.

Eine Massenentlassung unterliegt nämlich hohen rechtlichen Anforderungen und es kann durchaus aussichtsreich sein, dagegen vorzugehen.

  • Die Massenentlassungsanzeige muss (ordnungsgemäß!) erfolgen.
  • Die Sperrfrist der Arbeitsagentur muss beachtet werden.
  • Der Arbeitgeber muss den Betriebsrat unterrichten.
  • Mit dem Betriebsrat müssen Beratungen durchgeführt werden. Außerdem muss über einen Interessenausgleich und Sozialplan verhandelt werden.

Das Vorgehen ist also einigermaßen komplex und Arbeitgeber müssen einige Hürden überwinden, bevor Sie Massenentlassungen aussprechen. Doch das ist noch nicht alles.

Normaler Kündigungsschutz gilt weiter

Arbeitgeber dürfen nicht einfach ganze Abteilungen vor die Tür setzen. Der normale Kündigungsschutz der Arbeitnehmer gilt weiter. Der Arbeitgeber muss also für jeden Arbeitnehmer einzeln prüfen, ob er einen Kündigungsgrund hat und ob dem Arbeitnehmer nicht besonderer Kündigungsschutz zusteht.

Schwangere und Schwerbehinderte zum Beispiel haben einen besonderen Kündigungsschutz. Das gilt auch für Arbeitnehmer in Elternzeit, wenn die Elternzeit noch zeitlich rechtzeitig und wirksam greift. Sollte Sie also von einer Massenentlassung betroffen sein, lassen Sie sich unbedingt von einer kompetenten Stelle beraten. Es kann sein, dass Sie jetzt noch Elternzeit anmelden können und so einer Massenentlassung entgehen können.

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